FAQ

Wenn sich Betreiber früher einen Zug gekauft haben, stand der Anschaffungspreis im Mittelpunkt. Das ist heute anders. Warum?

Die kompletten Lebenszykluskosten eines Schienenfahrzeugs spielen heute bei der Anschaffung eine immer wichtigere Rolle. Betreiber müssen bereits im Einkauf sehr weitsichtig agieren. Hinzu kommen zunehmend kürzere Technologiezyklen und der steigende Anspruch der Fahrgäste hinsichtlich Komfort, Sicherheit und Zuverlässigkeit. Diesen Anforderungen muss sich der Betreiber stellen - auch für seine bereits bestehenden Flotten.

Wie reagiert Knorr-Bremse auf diesen Wandel?

Im Mittelpunkt steht, Betreibern über den kompletten Lebenszyklus ihrer Fahrzeuge einen echten Mehrwert zu liefern. Auf der einen Seite werden unsere Produkte und Systeme von Anfang an mit dem Fokus auf Maintainability und Nachhaltigkeit entwickelt. Auf der anderen Seite haben wir bereits bei der Entwicklung der Produkte passende Serviceleistungen im Blick.

Es versteht sich dabei von selbst, dass die Servicepakete individuell auf den jeweiligen Betreiber zugeschnitten sein müssen: Ein Nahverkehrsunternehmen in Shanghai hat andere Bedürfnisse als ein Betreiber von Hochgeschwindigkeitszügen in Europa, auch was die kulturellen Gepflogenheiten angeht.

Außerdem werden die Flotten vor allem in Europa immer älter, deshalb widmen wir uns aktiv Themen wie Ersatz von obsoleten Produkten wie zum Beispiel Steuerungen, Modernisierung von Komponenten und Subsystemen, integrierten Modernisierungslösungen und neuen Produkten zur Nachrüstung modernster Funktionen. Dabei ist uns bewusst, dass die Zulassung ein zentrales Thema ist und wir tun alles, um unsere Kunden auch hier optimal zu unterstützen.

Vor diesem Hintergrund hat Knorr-Bremse den Bereich RailServices als Wachstumsfeld identifiziert und klar aufgewertet. Sämtliche Serviceleistungen wurden unter dem Dach von RailServices gebündelt, mit dem Ziel, diesen Bereich in den nächsten Jahren auf rd. 50% des Umsatzes der Knorr-Bremse Systeme für Schienenfahrzeuge auszubauen.

Betreibern stellt sich die Frage, ob sie diese Serviceleistungen selbst durchführen oder an Dritter delegierten sollten.

Der technische Fortschritt erfordert eine immer höhere Spezialisierung. Spezielle Fachkenntnisse und Produkterfahrung, aber auch Erfahrung mit verschiedenen Fahrzeugen, sind ebenso zwingend erforderlich wie moderne Prüftechnik. Knorr-Bremse besitzt beides und ist deshalb für die Serviceleistungen prädestiniert. Niemand kennt die Subsysteme eines Zuges schließlich besser als der Entwickler und Hersteller selbst!

Was kann Knorr-Bremse, das andere nicht können?

Knorr-Bremse ist ein Unternehmen mit über einem Jahrhundert Erfahrung und ist rund um den Globus vertreten. Wir sind in der Lage, diese weltweite Systemkompetenz jeweils lokal zum Kunden zu bringen und sie genau auf ihn und sein Umfeld zuzuschneiden. Knorr-Bremse aktualisiert dazu laufend sein Portfolio, das neben Bremssystemen auch Klima- und Türsysteme sowie eine ganze Reihe von Hilfs-, Kontroll- und Fahrerassistenzsystemen beinhaltet, und neue Produkte sind bereits in der Entwicklung. Aktuell arbeiten die Kollegen von RailServices unter anderem an einer intelligenten zustandsoptimierten Überwachung aller Knorr-Bremse Systeme am Fahrzeug.

"Serviceleistung" ist ein sehr abstrakter und weitreichender Begriff. Was bedeutet er vor dem Hintergrund von "RailServices"?

Unsere Experten stehen jederzeit bereit, auch wenn schnelle Reaktionszeiten gefordert sind. Wir vertreiben ausschließlich Originalteile mit Original-Performance, deren Verfügbarkeit wir über Jahrzehnte sicherstellen. Und natürlich bedeutet dieser Service für Betreiber die Sicherheit, dass alle unsere Servicecenter auf die Verfahren und Prozesse eines erprobten Produktionssystems setzen. Mit mehr als 30 Servicestandorten und über 1.400 Mitarbeitern ist RailServices ein attraktiver Partner.

Wie stellen Sie sicher, dass Knorr-Bremse bei Serviceprodukten und Dienstleistungen eine weltweit konstant hohe Qualität garantieren kann?

Nebst der Anwendung modernster computerunterstützter Fertigungstechnologien in den Servicecentern nach der Lean Philosophie selektieren und schulen wir unsere Service-Mitarbeiter – unter anderem in der dafür eigens geschaffenen RailServices-Akademie – nach genau definierten Kriterien auf die Produkte und auf unsere Servicekultur. Wir sprechen von dem "Service-Gen", das ein Mitarbeiter mit sich bringen muss. Selbstverständlich investieren wir ebenso gezielt in moderne Betriebsmittel und eine umfassende Ausbildung.

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